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Geschichte

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Die Gründung (1959 - 1960)Im Gegensatz zu vielen anderen Institutionen gibt es um die Entstehung des SV Viktoria Marchtrenk keinen Gründungsmythos, der ins Reich der Sagen verweist. Die im Gebiet der damaligen Roitnersiedlung im östlichen Marchtrenk sesshaft gewordenen Heimatvertriebenen und Kriegsflüchtlinge sahen in der Gründung eines Sportvereines eine Möglichkeit, in Marchtrenk eine neue Heimat zu finden. Dieses Ziel verfolgten sie mit Ausdauer und Geduld, Eigenschaften, die die Menschen, die den SV Viktoria gründeten, über das Vereinsleben hinaus auszeichneten. Doch bis es zum ersten Fußballspiel des neuen Vereines kam, mussten etliche Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Gegen Ende der 50er Jahre hatte sich ein Proponentenkomitee gebildet, dass die Gründung einen Sportvereines massiv betrieb. Am 26. Jänner 1959 war dieses Komitee mit dem Ansuchen an die Sicherheitsdirektion des Landes OÖ. herangetreten, einen Fußballverein in Marchtrenk gründen zu dürfen. Einen Monat später wurde dies genehmigt, so dass am 15. März 1959 im Gasthaus Keller die Gründungsversammlung stattfinden konnte. Auf dieser Versammlung wurde der erste Vereinsausschuss gewählt, der sich aus folgenden Personen zusammensetzte: Franz Robotka (Obmann), Johann Gabl (Obmann-Stv.), Josef Klauser (Schriftführer) Johann Gari (Schriftführer-Stv.), Christoph Frey (Kassier), Phillip Nagelbach (Kassier-Stv.), Josef Hermann (Zeugwart), und Franz Versio (Zeugwart-Stv.)Der Wunsch des Vereinsausschusses und der Gründungsmitglieder, so rasch als möglich den Spielbetrieb aufzunehmen, erfüllte sich nicht. Denn zunächst verweigerte der OÖ. Fußballverband die Aufnahme des Vereines und die Zulassung zur Meisterschaft 1959/60. Erst als der SV Viktoria vom ASKÖ-Dachverband aufgenommen, am 7. Oktober 1959 behördlich genehmigt worden war und von der Gemeinde Marchtrenk die Genehmigung für die Sportplatzbenützung bei der heutigen Dr. Renner-Schule erhalten hatte, teilte der OÖ. Fußballverband der Vereinsführung am 15. Dezember 1959 mit, dass dem erneuten Ansuchen um Aufnahme in den Verband und Zulassung zur Meisterschaft 1960/61 stattgegeben wurde. Damit war der zweite Fußballverein in Marchtrenk gegründet und genehmigt.Die Jahre bis zum Aufstieg in die 1. Klasse (1960 - 1966)An 14. Februar 1960 fand die erste Jahreshauptversammlung statt. Bei dieser Gelegenheit wurde ein neuer Vereinsausschuss gewählt. Aber auch im sportlichen Bereich finden wir erste Lebenszeichen. Vor dem ersten Meisterschaftsspiel am 21. August 1960 gegen Union Wels wurden 11 Freundschaftsspiele bestritten, bei denen jedoch neben zwei Siegen und einem Remis acht Niederlagen zu verzeichnen waren. Auch das erste Pflichtspiel in der 3. Klasse Traunviertel gegen den späteren Bundesligisten Union Wels verlief alles andere als optimal. Es setzte eine 0:11 Schlappe, die aber die höchste Niederlage blieb. Für Viktoria lief folgende Mannschaft ein:Arth, Mahr I + II, Frey, Hornung, Roithner, Schmidt, Keul, Rak, Rechner und Leml.Schon eine Woche später gab es in Buchkirchen den ersten Meisterschaftssieg mit 4:0 zu feiern. Insgesamt verlief die Saison recht unterschiedlich: Siegen folgten herbe Niederlagen. So konnte am 23. Oktober 1960 ESV Wels, der Tabellenführer und spätere Meister von 1960/61, 3:2 besiegt werden. Die nächsten Spiele dagegen gingen mit 1:8 und 0:8 verloren. So fand sich am Ende der Saison der SV Viktoria mit 18 Punkten am 11. Tabellenplatz. Sieben Siegen und vier Remis standen fünfzehn Niederlagen, 48 erzielten Toren zu 100 erhaltenen Toren gegenüber. Paul Mahr wurde mit 22 Treffern Torschützenkönig. Waren die Viktorianer zwar nicht die Besten, so doch die Fairsten: Der Fairnesspreis ging nach Marchtrenk. Zu erwähnen wäre noch, dass am 26. Februar 1961 das erste Juniorenspiel stattfand, während die Reservemannschaft von Beginn an am Meisterschaftsbetrieb teilnahm.

Für die Saison 1961/62 wurde Hans Bieringer von WSC Hertha Wels als Spielertrainer verpflichtet. Durch Umgruppierungsmaßnahmen von seiten des OÖ. Fußballverbandes ergab sich in diesem Spieljahr die Gelegenheit für den Aufstieg in die 2. Klasse. Dafür bestand aber die Notwendigkeit, mindestens den 5. Platz in der Endtabelle zu erreichen. Am Ende des Herbstdurchgangs stand SV Viktoria nur auf dem 9. Rang. Aber im Frühjahr konnte Terrain gut gemacht werden, so dass am Ende der 5. Platz erreicht wurde (28 Spiele, 33 Punkte, Torverhältnis 72:59). Die höchste Saisonniederlage setzte es gegen ESV Wels mit 0:8. Ausgleichend dazu durfte gegen Steinerkirchen mit 10:1 der höchste Sieg bejubelt werden. Vier Spieler bestritten alle 28 Pflichtspiele:Spielertrainer Hans Bieringer, Wilhelm Keul, Hubert Klauser und Michael Wegenast.Torschützenkönig wurde erneut Paul Mahr. Die erste Saison in der 2. Klasse Ost verlief mit wechselnden Erfolgen der Mannschaft. Am Ende stand der Klub am 8. Tabellenplatz mit 8 Siegen, 5 Unentschieden und 9 Niederlagen. Der höchste Sieg wurde gegen Sipbachzell erreicht (6:1). Im letzten Spiel der Saison 1962/63 bezog die Mannschaft in Grünburg eine 3:11-Niederlage. Torschützenkönig wurde in dieser Saison Hubert Klauser. 1963 gab es auf Funktionärsebene einige Änderungen. Franz Robotka wurde zum Präsidenten ernannt. In dieser Funktion blieb er bis 1969. Der neue Obmann hieß Johann Gabl, sein Stellvertreter Josef Rechner. Weitere Funktionen hatten Florian Bader (Kassier), Johann Leml (Kassier-Stv.), Wilhelm Keul (Schriftführer), Paul Mahr (Schriftführer-Stv.), Josef Klauser (Sektionsleiter) und Georg Loch (Sektionsleiter-Stv.) inne.Die Saison 1963/64 begann nicht vielversprechend. Einem 0:0 zu Hause gegen Schlierbach folgte in Weyer eine 1:3-Niederlage. Doch die Mannschaft erfing sich, landete vier Siege in Folge, bezog gegen Breitbrunn, dem Herbstmeister, eine knappe 0:1 Auswärtsniederlage und verlor anschließend im Herbstdurchgang kein Spiel mehr. Das wirkte sich natürlich positiv auf den Tabellenrang aus. Hinter Breitbrunn und Sipbachzell stand schon die Viktoria. Im Frühjahr 1964 lief es ähnlich gut, so dass am Ende der 4. Tabellenplatz erreicht wurde. Torschützenkönig wurde Paul Mahr, der 15 von 48 Treffern erzielte. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass der SV Viktoria am 23. Februar 1964 in einem Vorbereitungsspiel 10:1 gegen Weißkirchen gewann, wobei Hubert Klauser 7 x scorte. Im selben Jahr erfolgten erneut personelle Veränderungen im Funktionärsbereich. Das Obmanngespann Gabl/Rechner arbeitete ebenso weiter wie Wilhelm Keul und Paul Mahr als Schriftführer. Aber Johann Leml avancierte zum Kassier, sein neuer Stellvertreter hieß Georg Schmidt. Die Sektionsleitung hatten Josef Schmee, Josef Rechner und M. Keller inne. War die Saison 1963/64 so erfolgreich verlaufen, stagnierte Viktoria im folgenden Meisterschaftsdurchgang. Mehr als ein 8. Endrang kam nicht heraus. Aus diesem Grund entschloss sich die Vereinsführung mit Stevo Grujic einen neuen Spielertrainer zu verpflichten. Bereits die Vorbereitungsphase für 1965/66 verlief erfolgsversprechend. Bei den ASKÖ-Bezirksmeisterschaften konnte sich der SV Viktoria punktegleich mit der siegreichen Eintracht aus Wels auf dem 2. Rang platzieren. Am 19. August 1965 hieß der Gegner SC Marchtrenk. Vor etwa 300 Zuschauern wuchs „David“ Viktoria über sich hinaus und fügte „Goliath“ SC eine empfindliche 2:0-Niederlage zu, Torschützen Stevo Grujic und Hubert Klauser der sich bei diesem Spiel das Schien und Wadenbein brach.

vordere Reihe, vlnr.: Andi Blumenschein, Ferry Majer, Alois Zauner, Stefan Haas, Josef Breumer, Paul Mahrhintere Reihe, vlnr.: Stevo Grujic, Josef Rechner, Manfred Bader, Wilhelm Keul, Michael Wegenast, Josef Schmee, Anton Schmitd, Stevo Mita, Hubert Klauser, Johann Gabl

Zwar verlief der Saisonstart 1965/66 etwas holprig, aber bereits am 3. Oktober ging der SV Viktoria nach einem 2:1 Heimsieg gegen Thalheim in Führung und gab diese bis Saisonende nicht mehr ab. Am Ende hatte die Mannschaft einen 3-Punkte-Vorsprung gegenüber Sipbachzell und wurde mit 39 Punkten und einem Torverhältnis von 70:39 sicher Meister der 2. Klasse Ost. Folgende Spieler gehörten zur Meistermannschaft: Alois Zauner, Manfred Bader, Andy Blumenschein, Josef Breumer, Mita Djuric, Adi Funk, Stevo Grujic, Haas, Willi Keul, Hubert Klauser, Paul Mahr, Mayer, Reinhart, Anton Schmidt, Jimmy Wegenast. Torschützenkönig wurde Hubert Klauser mit 20 Toren.Den höchsten Sieg landete die Meistermannschaft gegen Schlierbach am 14. November 1965. Der Meistertitel bedeutete den Aufstieg in die 1. Klasse Ost. Wie erfolgreich Viktoria war, zeigte der ASKÖ Landescup, wo man sich dem Landesligisten ATSV Steyr vor 400 Zuschauern nur 1:2 geschlagen geben musste.

Die Meistermannschaft 1966

In der 1. Klasse - Jahre der Veränderung (1966 - 1973)Der Aufstieg des SV Viktoria in die 1. Klasse Ost bedeutete für den Verein eine nicht zu gering veranschlagende Aufwertung. Innerhalb von sechs Jahren hatte man es geschafft, sich im oberösterreichischen Fußballgeschehen fest zu etablieren. Diese Leistung kann nicht hoch genug gerechnet werden. Mit viel Idealismus und persönlichem Einsatz wurde in den nächsten Jahren daran gearbeitet, das Erreichte zu festigen und neue Ziele anzupeilen. Im sportlichen Bereich musste der SV Viktoria im ersten Jahr in der 1. Klasse Ost Lehrgeld bezahlen, weshalb die Mannschaft in der Endtabelle über den 10. Platz nicht hinauskam. 19 Punkte reichten für den Klassenerhalt, wobei 9 Siegen 12 Niederlagen gegenüberstanden. Torschützenkönig 1966/67 wurde Michael Wegenast mit 8 Treffern von insgesamt 35.1967 waren bereits sechs Mannschaften in den Spielbetrieb integriert. Das zeigt, dass der Verein vor allem auch von der Jugend angenommen wurde.

vordere Reihe, vlnr.: Herbert Keller, Josef Todt, Stefan Schwager, Stefan Schwager, Helmut Naglhintere Reihe, vlnr.: Sidi Wittmann, Josef Bader, Helmuth Peak, Erst Leichinger, Richard Szegedi, Edwald Pauschert, Trainer Josef Klauser

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